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Coaching

goes agile!

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Professionelle Coaching- und Soft-Skills für Agilisten

Agiles Arbeiten erfordert neue Fähigkeiten

Agiles Arbeiten kennt unterschiedliche Rollen und diverse Zeremonien. In diesem genau definierten Framework die Zusammenarbeit gewinnbringend zu gestalten und gemeinsam die gesetzten Ziele zu erreichen, wünscht sich jeder, der Agile als Methode einführt und lebt.

Häufig ist aber nicht ganz klar, was es für die einzelnen Führungskräfte und Mitarbeiter im Arbeitsalltag eigentlich bedeutet und welche Kompetenzen für ein solches Arbeiten benötigt werden. Denn ein Framework zu installieren, bedeutet noch nicht, es erfolgreich leben zu können.

Deshalb möchten ich einen kurzen Blick auf einige beispielhafte Besonderheiten des agilen Arbeitens werfen und die dafür jeweils aus meiner Sicht notwendigen Skills herausarbeiten:

 

Reflexionsfähigkeit

Für Prozesse, die iterativ verlaufen, um zeitnah aus Erfolgen und Fehlern zu lernen, bedarf es einer genauen und methodisch sauberen Auswertung, um den größtmöglichen Nutzen aus diesem Vorgehen zu ziehen. Aus einer Metaperspektive heraus können Vorgehen, Einflüsse, Störungen und Zielerreichung analysiert und bewertet werden.

Der Blick von oben ermöglicht es, bestehende Zusammenhänge und Abhängigkeiten besser zu erkennen und zu verstehen. Daraus wiederum lassen sich sinnvolle nächste Schritte und Adaptionen ableiten.

Um Reflexion anzustoßen und zielorientiert durchzuführen, ist es wichtig, das eigene Unbehagen gegenüber Fehlern zu kennen und Verständnis für Vermeidungsstrategien bei anderen aufzubringen, ohne diese durchgehen zu lassen. Hier gilt es, eine Haltung gemeinsamen Lernens zu etablieren und zur Grundlage zu machen. Denn nur so ist es möglich, Prozesse und eben auch Fehler offen zu diskutieren.

 

Kommunikationsfähigkeit

Das zur Reflexionsfähigkeit Ausgeführte trifft ebenso auf die Kommunikationsfähigkeit zu, die wie bereits erwähnt, zunehmend an Bedeutung gewinnt. Denn sowohl Facilitation als auch gemeinsame Reflexion erfordern, dass man sich mit seinen Mitstreitern oder manchmal auch Kontrahenten auf eine Art und Weise auseinander setzen kann, die auf Wertschätzung und echtem Interesse am anderen beruht. Eine solche Haltung zu entwickeln fällt dem einen oder anderen leichter oder schwerer. Drum herum kommt jedoch niemand, der sich und andere nicht ständig von Neuem wieder frustrieren möchte. Um offen kommunizieren zu können, ist im Übrigen ein großes Maß an Vertrauen notwendig, das sich häufig erst über einen längeren Zeitraum hinweg einstellt . Aber auch Vertrauen entsteht durch Neugier, Offenheit und einem respektvollen Miteinander.

 

Beziehungsgestaltung

Die Art und Weise, wie wir mit unserem Gegenüber sprechen und in welcher Haltung wir ihm begegnen, entscheidet darüber, ob wir in der Gestaltung unserer beruflichen und privaten Beziehungen erfolgreich sind oder nicht. In agilen Strukturen ist man noch mehr als sonst darauf angewiesen, dass die Beziehungen von Vertrauen und gegenseitigem Respekt für das jeweilige Tun geprägt sind. Andernfalls wird es schwierig, eigene Fehler oder die anderer offen zu benennen und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Das im agilen Kontext sehr beliebte „Feedback-Geben“ kann daher nur dann dem agilen Prozess dienen und zu Verbesserungen führen, wenn dies klar und wertschätzend, aber auch die Dinge beim Namen nennend gegeben wird. Aus meiner Erfahrung wird vieles, was man berechtigterweise als sehr kontakt- und taktlos bezeichnen darf, als Feedback bezeichnet. Hier an der eigenen Haltung und eigenen „wunden Punkten“ zu arbeiten erhöht die Chancen immens, dass der Gesprächspartner zum Kooperationspartner und nicht zum Feind wird.

 

Facilitation

Die Hauptaufgabe eines Facilitators besteht darin, in einem Gruppenprozess für Struktur und Orientierung zu sorgen. Und zwar auf drei Ebenen gleichzeitig: auf einer zeitlichen (Einhaltung der Zeitvorgaben z.B. bei Dailies oder Retros) auf einer räumlichen (Organisation, Materialien) und auf einer methodischen (Was nutze ich wann, um das jeweilige Ziel zu erreichen). Der Facilitator hat damit im Grunde die Rolle eines Moderators inne, der  Kerngedanken erkennt, zusammenzufasst  und aufs Wesentliche verdichten kann. Er trägt inhaltlich nichts zum Prozess bei, sondern ist Gestalter und Hüter des Prozesses.

Um die jeweilige Gruppe z.B. in den agilen Zeremonien bestmöglich unterstützen zu können, braucht es neben einem vielseitigen Methodenwissen sowohl Grundkenntnisse zur Gruppendynamik sowie Souveränität im Umgang mit Unterschiedlichkeit, Konflikten und Störungen.

Damit wären wir bei weiteren entscheidenden Fähigkeiten wie Selbstreflexion und Selbststeuerung, die beide aus meiner Sicht unerlässlich sind, wenn man es mit anderen Menschen und herausfordernden Aufgaben zu tun hat.

 

Ich freue mich auf Sie, wenn Sie Lust haben, Ihre Fähigkeiten auszubauen und weiter zu entwickeln und bin Ihnen dabei gerne Inspiratorin, Feedbackgeberin und Ausprobier-Begleitung.